Direkt zum Inhalt springen

Im Spiel zum Team

Eindrücke Erlebnistag

Jedes Jahr finden für alle neuen Lernenden des BZWW sogenannte Erlebnistage statt. Dabei steht vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Die Klasse M1G18-21a, Ausrichtung Gesundheit, hat in Konstanz einen Erlebnis-Parcours absolviert. Zwei Lernende und eine Lehrperson erzählen von ihren Eindrücken:

Am 28. August fuhren wir mit dem Zug nach Konstanz und weiter mit dem Bus zum Sportgelände der Universität Konstanz. Dort wartete man schon sehnlichst darauf, uns kennenzulernen. Als wir ankamen, spielten wir ein Kennenlernspiel.

Das Prinzip des Spieles war dasselbe wie bei «Ich packe meinen Koffer und nehme mit ...». Die einzige neue Regel war, dass die Jungs einen Begriff eines Artikels aus dem DM-Markt (Drogeriemarktkette) und die Mädels einen Begriff aus dem Baumarkt in den «Koffer» packen sollten. Die Begriffe mussten dabei mit den Anfangsbuchstaben ihres Vornamens beginnen.

Gemeinsam zur Lösung

Beim nächsten Spiel hatten wir eine Strategie zu entwickeln. Es ging darum, ein Becken so schnell wie möglich mithilfe von Schwämmen und mit Wasser aus dem Bodensee zu füllen. Dabei durfte man «in der Berührung des vollgesaugten Schwammes nicht laufen». Zum Schluss des Spieles bekamen wir einen Überblick über andere Lösungsstrategien.

Im Spiel danach bewegten wir eine Kugel mithilfe von Rohren von einem Punkt zum anderen, ohne dass die Kugel dabei den Boden oder unsere Hände berührte.

Gemeinsam spielten wir noch weitere Spiele. Beim letzten Spiel konnten wir eine Schatztruhe bergen, die auf einer Wiese stand. Dabei durften wir den Boden in einem Umkreis von zirka 4 Metern um die Schatztruhe herum nicht betreten. Wir konnten eine Gummibärchenbox für alle gewinnen – da wir dieses knifflige Spiel lösen konnten.

Wir haben diesen Erlebnistag als lustig und lehrreich empfunden. Wir hatten sehr viel Spass und konnten unseren Klassenzusammenhalt verbessern. Wir freuen uns auf die kommenden drei Jahre und hoffen, dass die Atmosphäre unter uns so bleiben wird. Dieser Tag wird für immer in unseren Erinnerungen bleiben.

Livia Hug und Vivien Germann, Lernende Klasse M1G18-21a

 

Die Lernenden in einer anderen Atmosphäre sich selber, mir sowie den anderen Lernenden näherbringen: Das war das Ziel des diesjährigen Erlebnistages. Und darum entschied ich mich, mit den Lernenden der Klasse M1G18-21a am Erlebnis-Parcours der Erlebnispädagogischen Einrichtung der Universität Konstanz teilzunehmen.

Dazu trafen wir uns auf dem Bahnhof in Weinfelden, sammelten noch zwei Lernende unterwegs ein und hatten in Konstanz 30 Minuten Zeit bis der Anschlussbus kam. Alle durften sich noch schnell mit Essen und Getränken versorgen. Für den Notfall hatten wir alle Handynummern ausgetauscht und konnten uns per WhatsApp erreichen. Zum Glück gab es aber keine Notfälle.

Für ein besseres Namensgedächtnis

Nun zum Programm: Einige der Aktivitäten sind von zwei Lernenden aus der Klasse geschildert worden. Ich möchte darum auf die einzelnen Stationen gar nicht näher eingehen, sondern beschreiben, welchen Vorteil bzw. welche Auswirkungen der Erlebnis-Parcours hatte. So hörten wir beispielsweise öfter unsere Namen, so dass wir sie uns besser einprägen konnten. Zudem erfuhr ich etwas über die Altersstruktur der Klasse.

Die einzelnen Programmpunkte fanden innerhalb der ganzen Gruppe oder in Kleingruppen statt.

Dazwischen beobachtete man das eigene Rollenverhalten innerhalb der Gruppe und beschrieb auch die anderen Gruppenmitglieder. Wir betrachteten die Anführer, die Stillen, die Mitläufer usw. und ich beobachtete, dass die Jugendlichen sehr rege und interessiert an den Diskussionen teilnahmen. Sie sprachen auch über Ängste und Gruppenzwänge.

Mit Zuhören zur besten Idee

Wir diskutierten über Schwächen und Erfolge sowie Verbesserungsmöglichkeiten(-potential) bei der Aufgabenbewältigung. Wir erfuhren, dass die Durchführung eines Problemlöseverfahrens einfacher geht, wenn es einen Leiter gibt. Fehlt dieser hingegen, so reden alle durcheinander und jeder möchte seine Idee durchsetzen. Man muss aber zuhören lernen und manchmal auch erst einmal abwarten, um zu entschieden, welche Idee die bessere sein kann.

Die Lernenden fanden zudem heraus, auf wen sie sich bei bestimmten Aufgaben verlassen konnten, wer «das Ding schon schaukelt» und wen sie für bestimmte Tätigkeiten einsetzen konnten. Gleichzeitig lernten sie, wie wichtig Kommunikation ist.

Zum Schluss – nachdem die Lernenden den Haribo-Schatz geborgen hatten – führten wir die obligatorische Feedbackrunde durch. Bei dieser gab es neben den üblichen Danksagungen auch erstaunliche Äusserungen. Ein Lernender sagte, dass er sich von nun an auch wünsche, zu dieser Klasse zu gehören und das war ein sehr schöner Abschluss des Tages.

Susanne Stolle, Lehrperson Mathematik